Ernährungspolitik – Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl

Der Ernährungsrat Kassel und Region fragt die Kandidierenden der Kommunalwahl 2026 nach ihren ernährungspolitischen Vorhaben. Ab Anfang Februar werden hier die Antworten der Parteien jeweils in der Reihenfolge des Eingangs veröffentlicht.

Leider kommen ernährungspolitische Themen bislang kaum im Wahlkampf vor, obwohl Essen uns alle angeht. Landwirtschaft und Ernährungssystem sind hauptverantwortlich für massive Umweltbelastungen entlang der Wertschöpfungsketten von lokal (z.B. Nitrat- und Pestizid-belastetes Grundwasser) bis global (z.B. Regenwaldzerstörung durch Soja-Anbau für unseren Fleischkonsum). Und ernährungsbedingte Krankheiten kosten unsere Gesellschaft jährlich nicht nur mehr als 60 Milliarden Euro, sondern verursachen auch viel Leid bei den Betroffenen und deren Angehörigen. Gleichzeitig ist uns allen daran gelegen, dass Menschen gute Arbeitsbedingungen in Landwirtschaft und Gastronomie vorfinden und in Zeiten zunehmender Unsicherheiten Ernährungssicherheit gewährleistet ist.
Kommunen können viel Einfluss auf die Ernährung vor Ort nehmen. Hintergründe und Vorschläge dazu finden Sie auf Positionen und Forderungen.

1. Stärkung einer zukunftsfesten Landwirtschaft und einer regionalen Selbstversorgung

Pflanzliche Lebensmittel sind ein zentraler Bestandteil eines klimafreundlichen und resilienten Ernährungssystems und einer zukunftsfesten Landwirtschaft. Die Kommunen haben mit der kommunalen öffentlichen Beschaffung einen starken Hebel für die Förderung von regionaler Wertschöpfung im Bereich pflanzliche Lebensmittel.

Frage 1: Welche Maßnahmen wollen Sie ergreifen, um in kommunalen Kantinen den Anteil pflanzlicher, biologisch erzeugter Lebensmittel aus der Region zu steigern?

2. Gute und beitragsfreie Verpflegung in Kindergärten und Schulen

Kinder und Jugendliche benötigen eine gute Ernährung. Diese fördert die Konzentrationsfähigkeit und unterstützt nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Entwicklung der Kinder.

Der Ernährungsrat Kassel und Region greift eine Forderung aus dem Bürgerrat „Ernährung im Wandel“ des Deutschen Bundestages auf und fordert beitragsfreie Kita- und Schulverpflegung, um soziale Hürden zu überwinden und Chancengleichheit zu schaffen, damit alle Kinder und Jugendlichen Zugang zu gutem Essen haben. Gutes Essen bedeutet gesund, frisch, bio-regional und klimafreundlich.

Frage 2.a: Wie wollen Sie sich für die Umsetzung dieser Forderung einsetzen?

Frage 2.b: Setzen Sie sich dafür ein, dass die DGE-Qualitätsstandards für Gemeinschaftsverpflegung (auch für Kitas und Schulen) in ihrer jeweils aktuellsten Version verpflichtender Standard für die kommunalen Kantinen werden?

3. Ernährung als öffentliche Daseinsvorsorge

Zugang zu einer gesunden, nachhaltigen Ernährung ist ein Menschenrecht. Das ist aber für viele nicht gewährleistet, mit weitreichenden Folgen nicht nur für die Betroffenen, sondern für uns alle. Deswegen sollte Ernährung zur Daseinsvorsorge gehören.

Frage 3: Welche Möglichkeiten sehen Sie für die Einrichtung öffentlicher Kantinen, die beitragsfrei gesundes, bio-regionales und klimafreundliches Essen für alle anbieten – nach dem Vorbild der „Kantine für Alle“?

4. Gemeinwohlorientiertes Ernährungssystem

Wir brauchen eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik, die die natürlichen Grundlagen unserer regionalen Nahrungserzeugung schützt und zugleich einer bäuerlichen Landwirtschaft ausreichend Zugang zu fruchtbarem Ackerland gewährt.

Frage 4.a: Mit welchen Maßnahmen wollen Sie sicherstellen, dass keine weiteren landwirtschaftlichen Flächen mehr versiegelt werden?

Frage 4.b: Im Positionspapier „Gemeinwohlorientierte Verpachtung“ der AbL werden Kriterien für die Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen dargestellt. Welche Möglichkeiten sehen sie hier vor Ort für Kriterien für die gemeinwohlorientierte Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen, wie sie im gleichnamigen Positionspapier der AbL vorgeschlagen werden?

5. Verringerung von Lebensmittelverschwendung

In Deutschland werden jedes Jahr schätzungsweise 27 Millionen Tonnen genießbare Lebensmittel entsorgt. Der größte Teil davon bleibt schon auf dem Acker liegen – Obst und Gemüse, das nicht den Qualitätsanforderungen und den ästhetischen Standards des Lebensmitteleinzelhandels entspricht und gar nicht erst in den Handel gelangt.

Frage 5.a: Welche Strukturen auf kommunaler oder regionaler Ebene würden Sie fördern, um diesem dauerhaften Missstand aktiv entgegen zu wirken?

Frage 5.b: Welche Regelungen können Sie sich vorstellen, die die kommunalen Kantinen zur Abnahme von Lebensmitteln verpflichtet, die nur aufgrund optischer Kriterien nicht im Einzelhandel verkauft werden können.

6. Verankerung einer neuen Ernährungskultur

Essen anbauen, zubereiten und genießen ist ein kultureller Akt, der uns jeden Tag mehrmals mit der Umwelt, der Geschichte und anderen Menschen in nah und fern verbindet. Mit unserer Ernährung können wir zu Artenvielfalt und Klimaschutz beitragen, und einen bewussten Umgang mit unserem eigenen Wohlbefinden finden. Unser Körper besteht nicht zuletzt genau aus den Dingen, die wir tagtäglich zu uns nehmen.

Frage 6: Welche Möglichkeiten sehen Sie, eine gesündere und umweltfreundlichere Ernährungskultur in Kassel voranzubringen?

7. Schließung der Nährstoffkreisläufe

Kassel steht durch Bundesrecht (Klärschlammverordnung 2017) in der Pflicht, bis 2029 Phosphor aus Klärschlamm zurückzugewinnen.

Frage 7.a: Welche Strategien verfolgen Sie, um die gesetzliche Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm in Kassel bis 2029 umzusetzen?

Um langfristig Ressourcen zu schonen und die Abwasserwirtschaft zukunftsfähig zu gestalten, gewinnen innovative Sanitärtechnologien zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören u. a. Systeme zur getrennten Erfassung von Urin und Fäkalien, die direkte Nährstoffrückgewinnung ermöglichen und die entstehende Menge an Klärschlamm reduzieren können.

Frage 7.b: Sind Sie bereit, in Kassel Pilotprojekte für alternative Sanitärsysteme wie Urintrennung oder mobile Trockentoiletten zu initiieren oder zu unterstützen — etwa bei Stadtfesten wie dem Zissel, in Kleingartenvereinen oder in Kooperation mit der Universität Kassel?

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Nein zum EU-Mercosur Handelsabkommen

Noch vor Ablauf des Jahres 2025 soll im Rat der Europäischen Union über das kontroverse Handelsabkommen zwischen der EU und dem südamerikanischen Wirtschaftsbund Mercosur abgestimmt werden. Dann muss auch die deutsche Bundesregierung eine Entscheidung treffen – steht sie für eine gerechte Handelspolitik im Sinne zukünftiger Generationen und einer lebenswerten Zukunft für
alle ODER verfestigt sie mit ihrer Zustimmung Abholzung, Ausbeutung und Umweltzerstörung in Ländern des Globalen Südens und ein Voranschreiten der Klimakrise?
Die unterzeichnenden Organisationen, Bündnisse und Bewegungen rufen die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz dazu auf, das EU-Mercosur Handelsabkommen abzulehnen!

Den vollständigen Aufruf, den der Ernährungsrat Kassel und Region unterzeichnet hat, findet ihr hier.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Unsere Veranstaltungsreihe startet!

Am 16. September geht es los: Wir veranstalten eine Veranstaltungsreihe! Unter der Überschrift „Landwirtschaft und Ernährung in Kassel und Region im Wandel“ bieten wir Initiativen und Ansätzen eine Plattform, die bereits bei der Transformation unseres Ernährungssystems vorangehen.

Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags um 19:00 Uhr im Stadtteilzentrum Wesertor (Weserstraße 26, Kassel) statt
– immer im Anschluss an die Kantine für Alle, die ab 18:00 Uhr im Stadtteilzentrum ein klimafreundliches, pflanzliches Essen anbietet.

Wir haben ein vielfältiges Programm zusammengestellt: Vorträge über Allmende, fairen Direkthandel und urbane Waldgärten, Workshops zu klimafreundlichem Kompostieren sowie solidarischem Kochen, eine Buchvorstellung und eine Infoveranstaltung über solidarische Landwirtschaft. Erzählt es gerne weiter!

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch die Servicestelle für Ernährungsinitiativen Hessen.

Alle Infos findet ihr hier:

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Wildbienen für unser Obst und Gemüse

Blutweiderich-Sägehornbiene, Foto: P. Saif

Schon mal was von der Blutweiderich-Sägehornbiene gehört? Nein? Aber dafür von Seiden- oder Maskenbienen? Oder wenigstens von Blutbienen? Auch nicht? Da sind wir ja beruhigt, uns ging es bis vor kurzem genauso. Dabei fliegen sie quasi direkt vor unserer Haustür, nämlich zum Beispiel bei den Gemüseäckern und Obstgärten des Bioland-Betriebs der Kommune Niederkaufungen, wo uns Patricia bei einer Exkursion einen Einblick in die Welt der Wildbienen gegeben hat.
Alle kennen die Honigbiene – aber es gibt noch ca. 560 weitere Bienenarten in Deutschland. Die meisten sind Solitärbienen, das heißt sie leben allein in kleinen Nestern, die sie in der Erde, in Totholz oder in Pflanzenstängeln anlegen. Sie produzieren zwar keinen Honig, sind aber für unsere Ernährung trotzdem wichtiger als Honigbienen. Auf Honig könnten wir nämlich verzichten (wenn auch vielleicht ungern), aber schlecht sähe es für unsere Obst- und Gemüseversorgung aus ohne Wildbienen. Die sind nämlich bei der Bestäubung viel effizienter als Honigbienen und sorgen für bessere Erträge. Eine einzige Mauerbiene kann so viele Blüten bestäuben wie mehrere hundert Honigbienen. Außerdem fliegen sie schon bei kühleren Temperaturen und früher im Jahr.

Allerdings – ihr wisst es bestimmt schon – steht es um die Wildbienen nicht gut. Von den in Deutschland nachgewiesenen Arten sind über 50 Prozent bestandsgefährdet.
Hauptursache ist der Verlust an Lebensräumen, Nistplätzen und Nahrung, vor allem bedingt durch Flächenversiegelung und die intensive Landwirtschaft mit Monokulturen und Pestizideinsatz.
Was können wir tun, um den Wildbienen zu helfen – und damit nicht nur unsere Versorgung mit Obst und Gemüse sicherer zu machen, sondern auch eine spannende, faszinierende Lebenswelt zu erhalten? Natürlich helfen naturnahe Gärten, mit heimischen Blühpflanzen, sowie Nistmöglichkeiten – offene Stellen im Boden, Totholz, Pflanzenstängel, die stehen bleiben dürfen… Flächenmäßig noch deutlich mehr Einfluss hat allerdings die Landwirtschaft.

Samenbautunnel für Dreschflegel, Foto: P. Saif

Ökolandbau ist deutlich wildbienenfreundlicher. Zum einen natürlich durch den Verzicht auf synthetische Pestizide. Aber auch weil Ökobetriebe auf vielfältige Kulturen mit Fruchtfolgen und Zwischenfrüchten setzen und eher Blühstreifen, Hecken, Brachen oder Ackerrandstreifen stehen lassen. Das erhöht Nistmöglichkeiten und Nahrungsangebot für Wildbienen und andere Insekten.
Den Wildbienen – und uns allen – wäre also am meisten geholfen, wenn Öko das neue Normal wäre…
Wie bunt unsere Landschaften dann aussehen könnten und vor allem, wie es darin summen und brummen würde, kann man sich zum Beispiel in Niederkaufungen anschauen.
Hier sind noch Empfehlungen von Patricia für alle, die sich näher mit dem Thema beschäftigen möchten:
Bestimmungsbuch: Wildbienen ganz nah, Autoren Scheuchl und Willner.
Webseite: naturspaziergang.de/Portrait-Seiten/Bienen-Portrait.htm

Allgemeine Infos über Wildbienen und ihre Situation:
z.B. www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/info/22683.html

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Ernährungswende in der Region Kassel

Als Ernährungsrat Kassel und Region haben wir uns das Ziel gesetzt, uns für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem hier vor Ort einzusetzen. Um die Bedeutung von „zukunftsfähig“ weiter einzugrenzen, haben wir eine Vision entworfen, wie das konkret 2035 aussehen kann.
Wir stellen uns vor, dass es überall öffentliche und gemütliche Kantinen gibt, in denen gesundes, regionales und vorwiegend pflanzliches Essen angeboten wird – umsonst, als Teil der Daseinsvorsorge. Weitere Teile der Vision drehen sich um gute landwirtschaftliche Praktiken für einen fruchtbaren Ackerboden, neue Wege der Lebensmittelverteilung und auskömmliche Einkommen für Beschäftigte im Lebensmittelsektor.

Um konkret ins Handeln zu kommen, und weitere Akteure für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem ins Boot zu holen, haben wir die Vision in konkrete Positionen und Forderungen übersetzt. Diese haben wir in einem mehrstufigen Prozess mit lokalen Akteuren der Lebensmittelbranche ausgearbeitet.

Beim ersten Treffen stand der Anbau unserer Lebensmittel im Zentrum. Dabei wurde die fehlende Wertschätzung von Seiten der Politik und Gesellschaft für die Lebensmittelerzeugung kritisiert. Die anbauenden Betriebe wünschen sich mehr Investitionssicherheit für nachhaltige Unternehmensmodelle und mehr Bereitschaft seitens der Bevölkerung, wieder an der Lebensmittelproduktion mitzuarbeiten.

Die weiterverarbeitenden Betriebe sprechen sich für dezentrale, regionale Verarbeitungsstrukturen aus und wünschen sich vor allem, dass auch in den Privathaushalten wieder mehr frisch, gesund und bio-regional gekocht wird, was voraussetzt, dass die Menschen mehr über die Lebensmittel und ihre Wachstumszyklen wissen.

Daran schließt sich auch die Diskussion in der Außer-Haus-Verpflegung an: Die für Schulessen verantwortlichen Akteure fordern, dass Ernährungsbildung bereits in der Kita praktisch verankert wird. Außerdem brauchen sie einen größeren finanziellen Handlungsspielraum, um vielseitiges, bio-regionales Essen zu kochen, das von Seiten der Schulgemeinde angenommen wird.

Beim Treffen zum Thema Verteilung und Handel ging es u.a. um Preisdruck, fehlende Nachfrage nach regionalem Bio-Gemüse und den Mangel an regionaler Transportlogistik.

Die Themen-Workshops lieferten wesentlichen Input für die Konkretisierung der Vision, die dann noch einmal in einem Gesamtworkshop diskutiert und verbessert wurde. Herausgekommen ist ein Blumenstrauß an Positionen und Forderungen, die nicht nur unser Ernährungssystem betreffen, sondern auch benachbarte Teile wie Bildung, nachhaltiges Wirtschaften, sozialen Zusammenhalt und Gesundheit mit einschließen.

Wer an der Umsetzung mitwirken will, kann sich gerne unserem wachsenden Kreis an Aktiven anschließen.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Gutes Essen für alle…

…Kasseler Perspektiven. Das war der Titel einer Veranstaltung , die der Ernährungsrat Kassel und Region als Teil des Bachelor-Seminars „WIE WERDEN WIR ALLE SATT? KRITISCHE PERSPEKTIVEN AUF DAS INTERNATIONALE AGRAR- UND ERNÄHRUNGSSYSTEM“ (Universität Kassel, Politikwissenschaft) durchgeführt hat. Es ging darum, was „gutes Essen“ überhaupt ist, was „gut für alle“ bedeutet („fair produziert“, „nachhaltige Produktion“, „Essen als Daseinsvorsorge und Grundrecht“, „artgerechte Tierhaltung“, „Bodenschutz“. „klimafreundlich“…) und was in diesem Zusammenhang die Vorteile regionaler Versorgung sind. Inwieweit können die lokalen Ansätze (Solawis, essbare Stadt, Foodsharing, Selbsternte, Kantine für alle…) die Probleme des Ernährungssystems adressieren, wo bleiben Lücken? Auf jeden Fall bleibt viel zu tun, damit wir der Vision
„Gutes, nahrhaftes, gesundes Essen als Daseinsvorsorge – mit einem guten Auskommen und fairen Arbeitsbedingungen für die Produzenten – und das alles unter Erhaltung menschenfreundlicher Lebensbedingungen“ näherkommen…

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Pfadfinder beim Ernährungsrat

Am Dienstag, den 15.4. kam eine Pfadfindergruppe in die Kantine für Alle, um sich mit Mitgliedern des Ernährungsrats zum Thema „Konsumkritik und Ernährung“ auszutauschen. Nach dem Essen im Kantinensaal unterhielten wir uns im Seminarraum des Stadtteilzentrums Wesertor über die Auswirkung der Landwirtschaft auf die planetaren Grenzen, den Einfluss unserer Ernährungsgewohnheiten auf Umwelt und Ausbeutungsstrukturen und über Handlungsmöglichkeiten.

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Deregulierung der Neuen Gentechnik steht bevor

Der Ernährungsrat Kassel und Region unterstützt die Forderung der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen e.V. (VÖL) nach Wahlfreiheit zwischen Gentechnikprodukten und gentechnikfreien Lebensmitteln. Hier eine Zusammenfassung der VÖL-Pressemitteilung:

Am 14.3.2025 haben die Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten in einer Ausschusssitzung die gemeinsame Ratsposition für den künftigen Umgang mit der Neuen Gentechnik (NGT) in Europa festgelegt. Damit ist der Weg frei für die Trilog-Verhandlungen.

Wegfallen sollen laut Ratsposition nun die wissenschaftsbasierte Risikoprüfung sowie die Kennzeichnung von NGT-Produkten. Ungeklärt bleiben weiterhin die Fragen, wie biologischer und gentechnikfreier Anbau neben Gentechnik-Anbau koexistieren kann und wie die Haftung im Falle unbeabsichtigter Kontamination geregelt wird.

Die VÖL Hessen unterstützt die Forderung des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dass Bäuerinnen und Bauern, Verarbeiter und Händlerinnen weiter gentechnikfrei wirtschaften können – ohne zusätzlichen Aufwand und Kosten.

Das hohe Gut der Wahlfreiheit zwischen Gentechnikprodukten und gentechnikfreien Lebensmitteln gilt es zu wahren. Daher muss die Kennzeichnung und die Rückverfolgbarkeit von gentechnisch veränderten Pflanzen bestehen bleiben!

Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein

Gemüse-Selbsternte 2025

Der Frühling ist quasi schon da, also geht die Gartensaison jetzt los. Für Kurzentschlossene bietet sich noch eine Chance, sich bei den Gemüseselbsterntefeldern anzumelden:

  • Selbsternte Waldauer Wiesen: Die Selbsternte läuft seit diesem Jahr nicht mehr über die Domäne Frankenhausen sondern über die Gärtnerei Fuldaaue (Fruchtgemüse Fuldaaue GbR).
    Die Bedingungen sind die gleichen wie bisher: 160€ für eine Parzelle (rund 40m²). Es sind bereits 80 von den 100 Parzellen vergeben.
    Kontakt: selbsternte-waldauer-wiesen@gmx.de
  • Selbsternte Wiener Straße
Veröffentlicht am
Kategorisiert als Allgemein