Wissens-Häppchen

Bei uns im Ernährungsrat ist ganz viel Wissen und Erfahrungen über unser Ernährungssystem vereint und das wollen wir uns gegenseitig zur Verfügung stellen. Daher gibt es regelmäßig zu Beginn unserer Plena einen Input von Aktiven, die ein Thema beleuchten und über das wir diskutieren.

24. April 2023: Lebensmittelverschwendung und Foodsharing

In Deutschland werden ca. 12 Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr entsorgt. Die Lebensmittelverschwendung beträgt damit ca. ein Drittel aller produzierten Lebensmittel.

Ein großer Teil dieser Lebensmittel ist zum Zeitpunkt der Entsorgung noch genießbar, wird aber z.B. aufgrund von Form oder Größe bei Obst und Gemüse oder aufgrund eines knappen bzw. überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatums aussortiert.

Der gemeinnützige Verein foodsharing Kassel e.V. ist Teil der bildungspolitischen Bewegung foodsharing, die sich für mehr Lebensmittelwertschätzung engagiert und versucht, die Wegwerfkultur von Lebensmitteln und dahinterstehenden Ressourcen zu vermindern.

Überproduzierte oder übrige Lebensmittel werden dabei von ehrenamtlichen Foodsaver*innen bei kooperierenden Lebensmittelbetrieben abgeholt und kostenfrei allen Menschen zugänglich gemacht.

In der Präsentation erfahren Sie mehr zum Thema der Lebensmittelverschwendung und zu foodsharing Kassel e.V. 

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12. April 2023: Klimaschutz in der Gemeinschaftsverpflegung

Das Ernährungssystem bestehend aus allen Bereichen wie Landwirtschaft, Verarbeitung und Transport ist laut IPCC für bis zu 37% aller globalen Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Der Großteil der Emissionen entfällt dabei auf tierische Produkte.

Das Potential pflanzlicher Ernährung ist daher groß: Würden alle Menschen in Deutschland komplett auf Tierprodukte verzichten, könnten die Emissionen aus der Ernährung um 38 Prozent sinken – und zusätzlich auf den freiwerdenden Flächen Emissionen eingelagert werden, beispielsweise durch die Wiedervernässung von Mooren.

Der Klimaschutzrat der Stadt Kassel empfiehlt daher in der Gemeinschaftsverpflegung eine „Umstellung auf überwiegend vegetarisches und veganes Essen“. Weiter heißt es „Fleisch ist etwas Besonderes und wird – wenn überhaupt – maximal einmal pro Woche angeboten“ und „es wird immer mindestens ein pflanzliches Gericht angeboten (welches das preisgünstigste ist)“.

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